Das BV-Unternehmen

Das BV-Unternehmen ist ein niederländischer Rechtsträger, der in der Regel bei der Ausführung einer Unternehmensaktivität zum Einsatz kommt. Die große Schwester ist das NV-Unternehmen, das jedoch nur von Bankinstituten eingesetzt wird.

Das BV-Unternehmen ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die nur von einem niederländischen Notar gegründet werden kann. Der niederländische Notar stellt bestimmte Fragen, um die Gründungsurkunde erstellen zu können. In dem Moment, in dem der niederländische Notar Sie identifiziert und die Urkunden erstellt hat, wird das Unternehmen den niederländischen Handelskammern gemeldet.

Bei den niederländischen Handelskammern handelt es sich um den öffentlichen Handelsregisterführer in den Niederlanden, bei dem man Erkundigungen über Unternehmen einziehen kann, die in den Niederlanden tätig sind. Die niederländischen Handelskammern sind zudem das Institut, dem gegenüber das BV-Unternehmen verpflichtet ist, seine Geschäftsberichte bekanntzugeben.

Die niederländischen Handelskammern benachrichtigen das niederländische Finanzamt, dass ein Unternehmen gegründet wurde. Das niederländische Finanzamt stellt anschließend automatisch eine Körperschaftsteuer-Registrierungsnummer aus. Meistens wird gleichzeitig eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) ausgestellt. Sobald das Unternehmen Mitarbeiter einstellt, ist ein separater Antrag erforderlich, um die Lohnsteuernummer zu aktivieren.

Das niederländische Finanzamt ist die Organisation, die Mitteilungen an Sie, den Gründer des BV-Unternehmens, sendet. Momentan wird diese Mitteilung in einem blauen Umschlag versendet, damit jeder weiß, dass Sie eine Nachricht vom Finanzamt bekommen haben. In der Regel dürfen Sie diese Nachrichten nicht vernachlässigen. In Zukunft wird eine Online-Korrespondenz mit dem niederländischen Finanzamt stattfinden, da das Finanzamt bei Postgebühren, Druckkosten und Briefumschlägen Einsparungen vornehmen möchte.

Nach Erhalt der Mitteilung des niederländischen Finanzamtes sollten Sie uns kontaktieren. Wir informieren Sie, welcher Schritt als nächstes unternommen werden muss, um sich für die vom niederländischen Finanzamt und den Handelskammern festgelegten Bestimmungen zu qualifizieren. Im Grunde schließt dieser Schritt eine monatliche Gehaltsabrechnung, vierteljährliche Umsatzsteuererklärung, jährliche Körperschaft­einkommenssteuer­erklärung und jährliche Bekanntgabe gegenüber den Industrie- und Handelskammern in sich. Einfacher können wir es Ihnen nicht erklären, die Wirklichkeit lehrt jedoch, dass die Einhaltung der Verpflichtungen nicht immer einfach ist.

Unser Ziel ist es, dass Sie den Bestimmungen entsprechen, was dazu führen kann, dass wir Sie mit Nachdruck um weitere Angaben bitten. Ein zu spätes Einreichen hat Bußgelder zur Folge. Bußgelder haben sich innerhalb des Finanzamtes zu einem Teil des Systems entwickelt und werden immer mehr an einander angeglichen. Zum Beispiel kann ein Fehler in Ihrer Rechnung, der zu einem Widerspruch zwischen Ihrer Rechnung und den Umsatzsteuer-Gesetzgebungen führt, mit einem Bußgeld von 4,920 EUR bestraft werden. Das Bußgeld von 4,920 EUR ist auch für ein zu spätes Einreichen der Unternehmens­einkommensteuer­erklärung festgesetzt. Bußgelder müssen vermieden werden, daher üben wir entsprechenden Druck aus. Es tut uns leid, doch letztendlich werden Sie froh sein, dass wir darauf bestanden haben.

Kontaktieren Sie uns jetzt, um Sie bei der Gründung Ihres BV-Unternehmens zu unterstützen